Picknick mit Perspektive in Oderberg auf dem Marktplatz

Es ist ein Markt ohne Stände, und ein Rathaus ohne Amt. Aber ist es auch eine Stadt ohne Herz? Das können sie herausfinden und vielleicht sogar zeigen. Oderberg wurde lang hinten angestellt. Keine bedeutende Durchfahrtsstraße läuft hier vorbei, und die Schiffe die von hier aus zum Schiffshebewerk und viel weiter fahren, müssen nicht mehr wie im vergangenen Jahrhunderten ihre Waren in Oderberg ablegen. Der Glanz ist ab, aber es gibt sie noch, die kleine Stadt am Südhang des Barnimer Höhenzuges. Und es gibt Menschen hier, die geblieben sind. Von 4000 Einwohnern in den Siebzigern ist nur noch die Hälfte übrig. Wer jetzt hier ist, hat einfach mehr Platz.

Anderswo ist der Platz längst eng geworden und damit auch manches Gemüt. Darum kommen in den letzten Jahren wieder mehr Menschen genau hierher. All diese, also die hier gebliebenen, die neu dazugekommenen und auch die, welche nur auf der Durchreise sind, möchten wir die Perspektive Oderberg e.V. recht herzlich zu einem Brunch auf den Markt vor dem ehemaligen Rathaus einladen.

Am Samstag den 7. Oktober wollen wir von morgens um 10 Uhr bis zum Nachmittag um 17 Uhr gemeinsam schmausen, plaudern und lachen. Vielleicht auch singen und musizieren. Wir sorgen für frischen Kaffee, Tee und Wasser. Natürlich tragen wir auch Tische und Stühle herbei. Doch für das, was sonst so auf dem Tisch stehen soll, brauchen wir Sie.

Nach dem Prinzip eines Tischlein deck dich, möge sich der Tisch mit Speisen füllen. Aber da wir keine Magier sind, bitten wir gefüllte Tellerchen und Schüsselchen mitzubringen. Bringen Sie mit, was Sie geerntet haben oder was Ihnen schmeckt.

Manche Hausfrau lernt auf diese Weise vielleicht ein neues Rezept kennen und vielleicht erfahren wir auch ein wenig mehr über unsere Nachbarn.

Und das ist noch nicht alles: an einem kleinen separaten Stand findet der Oderberger Marmeladenwettbewerb statt. Gegen Mittag soll dann abgestimmt werden, welche am Leckersten ist.

Endlich wieder Leben auf den zentralen Platz der Stadt zu bringen, ist ein wichtiges Ziel, dass sich der Verein Perspektive Oderberg gesetzt hat. Und hier scheint sich jetzt auch wirklich etwas zu tun. Das wunderschöne Rathaus steht schon zu lange leer und verfiel. Am 2. September kam es unter den Hammer. Aber in diesem Fall sieht es so aus, als könnte es ihm gut tun. Zugeschlagen hat ein in der Region ansässiges und Immobilienunternehmen, dass dafür bekannt ist Bauvorhaben kurzfristig in Angriff zu nehmen, CHORONA Immobilien aus Chorin. Erste Sicherungsmaßnahmen wurden bereits unternommen und die Planung soll auch nicht lange auf sich warten lassen. Man will mit der Kommune und den Oberbergern zusammenarbeiten. Darum sind wir auch froh, dass schon ein Gesprächstermin mit den neuen Eigentümern vereinbart werden konnte.

Mit dem Treffpunkt Oderberger Fenster geht es in der ehemaligen Fleischerei in der Angemünder Straße 64 weiter. Hier erfahren Sie näheres und sind ebenfalls herzlich eingeladen. Der Kaffee ist fertig jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr.

Ansprechpartnerin ist Heike Fröhlich (Tel. 0176-21910286, papillon.heike@gmx.de)

Text und Bild: Johanna Martin

Repaircafé und Trödelmarkt

Im Juni 2017 finden zwei von der Perspektive Oderberg organisierte Veranstaltungen statt:

  • 2. Juni Repaircafé: Wir unterstützen uns gegenseitig bei der Reparatur von Geräten jeglicher Art. Die Teilnahme ist kostenlos. Spenden sind möglich. Ort: Oderberger Fenster
  • 30. Juni Trödelmarkt: Es wird keine Standmiete erhoben. Eine Anmeldung ist erwünscht, aber keine Bedingung. Es gibt auch Kaffee und Kuchen und andere Getränke. Ort: Marktplatz Oderberg

Beginn ist jeweils um 16 Uhr.

Sagenhafte Wanderung, Kuchen, Finissage und Musik

Die Sagenwelt Oderberg gilt es zu erkunden. Am Samstag, den 20. Mai wird es losgehen. Um 14 Uhr treffen wir uns vor dem Oderberger Fenster am Marktplatz zu einer zweistündigen Wanderung Richtung Schlossberg, um die Orte des sagenhaften Geschehens in der Landschaft zu besuchen.

Im Anschluss an die Wanderung gibt es in der Alten Seilerei hinter dem Atelier von Johanna Martin in der Angermünder Straße 4 die Finissage der Ausstellung von Daniel Rocher mit Kaffee und Kuchen. Highlight ist das kleine Konzert von Stefan Ballieu ab 18 Uhr mit Ausschnitten aus seinem Programm „Lieder von Flüssen und mehr“.

Mythengarten – Sagenhafte Wanderung – Presseerklärung

Stadtfest in Oderberg am 11. Juni 2016 – Kittelschürzen und Models gesucht

plakat-stadtfest-2016Am Samstag, den 11. Juni 2016 wird es in Oderberg ein Stadtfest geben, gemeinschaftlich veranstaltet von der Stadt und ihren Vereinen. Ab 14 Uhr findet ein buntes Treiben auf dem Marktplatz und in der Angermünder Straße statt. Auf der Bühne werden Oderberger Kinder und Erwachsene singen, tanzen und musizieren. Das Herz der Stadt wird außerdem mit Gauklern, Marktständen mit Kunsthandwerk und vielfältigen Mitmachangeboten belebt. Die Kinder dürfen sich auf das Glücksrad, die Hüpfburg und das Schminken freuen. Die Naturwacht des Biosphärenreservates ist ebenso dabei wie die Oderberger Feuerwehr. Für Speis und Trank ist selbstverständlich reichlich gesorgt. Außerdem werden die meisten Geschäfte in der Altstadt geöffnet sein. Interessierte Händler können sich gern auch noch kurzfristig melden.

Ein Höhepunkt des Festes dürfte gegen 18 Uhr die Kittelschürzen-Modenschau sein. Gesucht wird das Oderberger Topmodel und die originellste Schürze. Das Ganze wird fröhlich moderiert von Uschi Wetekamp. Die Schürzen können gerne schon vorher im Oderberger Fenster, freitags von 16-18 Uhr, abgegeben werden, ebenso können sich auch die Models schon vorher dort melden, um die Details zu besprechen. Allen freiwilligen Models – Kindern, Frauen und Männern – winkt neben dem großen Spaß ein kleiner Preis.

Eine Friedenslinde in Oderberg!

Vor der Pflanzung spricht Herr Löbe vom EJF.

Vor der Pflanzung spricht Herr Löbe vom EJF.

Viele freundliche Menschen hatten sich am 25. April 2016 im Hof des neuen Übergangswohnheims an der Hermann-Seidel-Straße versammelt, um bei der Pflanzung der Friedenslinde dabei zu sein.

Der schon stattliche junge Baum wurde mittels Kran in die Pflanzgrube gehoben und mit feierlicher musikalischer Umrahmung eingepflanzt. Der Landkreis, der Träger EJF, die Willkommensinitiative, auch die Verwaltung des Biosphärenreservates und die Flüchtlinge selbst, griffen zu den Spaten, um die Muttererde auf den Wurzelballen zu schippen. Anschließend wurde der Baum gut gewässert. Die Bewohner und die Leitung des Heimes werden sich auch weiterhin um den Baum kümmern, aber auch die beauftragte Firma soll in den ersten 3 Jahren dafür sorgen, dass er gut anwächst. Die Finanzierung erfolgt durch den Landkreis, der regelmäßig zum Tag des Baumes den Baum des Jahres pflanzt, der daran erinnern soll, wie wichtig Bäume für uns Menschen sind. In diesem Jahr die Winterlinde, die als symbolträchtiger und beliebter Baum den Gedanken des friedlichen Miteinanders in Oderberg manifestieren soll.
In den vorangehenden Ansprachen fanden Herr Löbe vom EJF und Frau Ulonska vom Landkreis freundliche Worte und äußerten die Zuversicht, dass trotz der Anfangsschwierigkeiten, die mit dem vor einem Jahr eröffneten Heimbau zusammen hingen, die Dinge in Oderberg weiterhin eine gute Entwicklung nehmen werden.

Gemeinsames schaufeln: Die Linde wird gepflanzt.

Gemeinsames schaufeln: Die Linde wird gepflanzt.

Sie dankten dafür auch der Willkommensinitiative Oderberg (WiO), die zahlreich vertreten war, die insbesondere auch den kulinarischen Rahmen zu diesem Fest lieferte. Einige von der WiO bereiteten in den Stunden vorher gemeinsam mit den Heimbewohnern köstliche Salate und Schnitten mit Wildkräutern zu. Das EJF grillte „halal Würstchen“, so dass auch die Heimbewohner gern das gemeinsame Essen genossen. Die Kinder spielten mit Zirkusgeräten vom Zirkus Zack, der in den Sommerferien wieder in Oderberg Station macht. Außerdem konnten sich alle Kinder phantasievoll schminken lassen. Den großen leuchtenden Augen in den grünen, blauen und geblümten Gesichtern war die Freude darüber anzusehen.

Für die Musik sorgten Christian und Luise von Recklinghausen – mit E-Piano, Trommel und Geige gab es besinnliche Momente bei „Am Brunnen vor dem Tore“ und Fröhlichkeit beim gemeinsamen Singen von „Alt wie ein Baum“. Als gegen Ende arabische Musik aus den Lautsprechern tönte, tanzten die jungen Männer Schulter an Schulter – ein beeindruckendes Bild.

Alle Gäste, unter ihnen auch die Bürgermeisterin Frau Hähnel, ließen sich von der guten Stimmung anstecken.

Ein hoffnungsvoller Tag für Oderberg!

 

Frühjahrsputz – Oderberg sagt Danke!

Ca. 40 Helfer sorgten an vielen Stellen in der Stadt für Ordnung und Sauberkeit und wurden dabei tatkräftig von den Kollegen des Bauhofs unterstützt. Nun sind Puschkinufer, Bardinweg, die Straße zur Werft, der Radweg nach Neuendorf, der Lange Gang, die Altstadtgassen, das Umfeld der Linde und die Treppe zum Albrechtsberg von Unrat befreit und können den Besuchern einen freundlichen Anblick bieten. Eine besondere Aktion war das Beseitigen gefährlicher Reste von Eisenzäunen, worum sich einige starke Männer kümmerten. Nach getaner Arbeit traf man sich am Bratwurstgrill auf dem Markt.

Herzlichen Dank allen fleißigen Helfern!20160409_110832_resized 20160409_111120_resized 20160409_115838_resized

Ein Aussichtsturm für Oderberg?

Ein lang gehegter Wunsch der Oderberger könnte in Erfüllung gehen – endlich wieder ein Aussichtsturm, wie er bis Kriegsende schon einmal auf dem Pimp20160408_193604_resizedinellenberg stand. Dies ist das Ergebnis der Arbeit einer 6-köpfigen Studentengruppe der Hochschule für nachhaltige Entwicklung, die in einem Projektsemester dieser Frage nachgingen. Nachdem sie für ihre Arbeit bereits gute Noten an der Hochschule bekommen haben, stellten sie sich am 8. April den Fragen der interessierten Oderberger, die an diesem Abend dazu auf die „Riesa“  kamen, darunter auch die Bürgermeisterin.

Als bevorzugter Standort, mit dem auch die Behörden – von der Bauaufsicht bis zur Biosphäre – einverstanden wären, stellte sich der Albrechtsberg heraus. Argumente dafür sind außerdem die Stadtnähe und die Tatsache, dass der Berg im Eigentum der Stadt Oderberg ist, anders als z.B. der Pimpinellenberg oder der Geistberg. Die Studenten ließen die Gäste einen Drohnenflug über die Stadt erleben, mit dem sie erkunden wollten, welchen Blick man vom Turm aus genießen könnte. Und sie stellten viele Beispiele von Türmen anderenorts inklusive der Baukosten zusammen.

Auch wenn die Zeichen grundsätzlich auf Grün stehen, wird es bis zur Umsetzung noch ein weiter Weg sein. Der genaue Standort und vor allem das Aussehen des Turms, vielleicht auch nur einer Plattform, muss abgestimmt werden. Schließlich möchte man das wunderschöne Stadtpanorama mit der Kirche nicht beeinträchtigen. Alle Anwesenden sprachen sich dafür aus, die Sache anzugehen. Die Studenten zeigten auch einige Fördermöglichkeiten auf, die es weiter zu erkunden gilt. Wenn es gute Aussichten und genug Unterstützung gibt, wird sich der Verein Perspektive Oderberg gern in engem Zusammenwirken mit der Bürgermeisterin für die Realisierung einsetzen.

200 Besucher beim Konzert des syrischen Lautenvirtuosen Farhan Sabbagh

20160306_154303Am Sonntag, den 6. März, war das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Gartenstraße von Oderberg voller Menschen, die sich im Saal, in den Gängen, in den Nebenräumen und selbst auf der Treppe sitzend ein besonderes Event nicht entgehen lassen wollten – das Konzert des syrischen Lautenvirtuosen Farhan Sabbagh. Mehr als 200 Besucher waren von den Klängen der arabischen Laute angetan und genossen trotz der Enge diese besondere Musik und spendeten reichlich Applaus. Die Hälfte der Besucher waren syrische Flüchtlinge, die in unserer Region eine Bleibe gefunden haben. Sie waren extra aus den Unterkünften in Wandlitz, Angermünde, Freienwalde, Eberswalde und Oderberg gekommen, um ihren Landsmann live zu erleben. Der gastgebende evanglische Pfarrer Johannes Reimer und die Sprecherin der Oderberger Willkommensinitiative Almut Berg begrüßten die Besucher und den Künstler Farhan Sabbagh sehr herzlich. Dieser ließ es sich nicht nehmen, seine Stücke selbst in arabisch und deutsch anzusagen.
Er lief in seiner Darbietung zu begeisternder Höchstform auf, wobei neben der arabischen Laute auch Rahmentrommeln zum Einsatz kamen, auf denen er von seinem Sohn Amir Sabbagh und seinem Schüler Christoph Hummel begleitet wurde. Unter den Zuhörern aus Fern und Nah entstand eine fröhliche Stimmung, die sich im Anschluss auch auf das Buffet übertrug, das sich trotz der Menschenmenge als geselliges Miteinander gestaltete. Das Buffet selbst war ein Gemeinschaftswerk der Veranstalter und der Besucher, wobei sowohl Kaffee, Tee und Kuchen als auch Hummus und arabische Süßspeisen und exotische Salate reichlich im Angebot waren, so dass für alle gesorgt war. Gleichzeitig ergab sich so für viele Menschen die Gelegenheit zu einem intensiven Austausch. Ein herzlicher Dank gilt nicht zuletzt den Organisatoren und den fleißigen Helfern, die alle Hände voll zu tun hatten.

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