Ein Aussichtsturm für Oderberg?

Ein lang gehegter Wunsch der Oderberger könnte in Erfüllung gehen – endlich wieder ein Aussichtsturm, wie er bis Kriegsende schon einmal auf dem Pimp20160408_193604_resizedinellenberg stand. Dies ist das Ergebnis der Arbeit einer 6-köpfigen Studentengruppe der Hochschule für nachhaltige Entwicklung, die in einem Projektsemester dieser Frage nachgingen. Nachdem sie für ihre Arbeit bereits gute Noten an der Hochschule bekommen haben, stellten sie sich am 8. April den Fragen der interessierten Oderberger, die an diesem Abend dazu auf die “Riesa”  kamen, darunter auch die Bürgermeisterin.

Als bevorzugter Standort, mit dem auch die Behörden – von der Bauaufsicht bis zur Biosphäre – einverstanden wären, stellte sich der Albrechtsberg heraus. Argumente dafür sind außerdem die Stadtnähe und die Tatsache, dass der Berg im Eigentum der Stadt Oderberg ist, anders als z.B. der Pimpinellenberg oder der Geistberg. Die Studenten ließen die Gäste einen Drohnenflug über die Stadt erleben, mit dem sie erkunden wollten, welchen Blick man vom Turm aus genießen könnte. Und sie stellten viele Beispiele von Türmen anderenorts inklusive der Baukosten zusammen.

Auch wenn die Zeichen grundsätzlich auf Grün stehen, wird es bis zur Umsetzung noch ein weiter Weg sein. Der genaue Standort und vor allem das Aussehen des Turms, vielleicht auch nur einer Plattform, muss abgestimmt werden. Schließlich möchte man das wunderschöne Stadtpanorama mit der Kirche nicht beeinträchtigen. Alle Anwesenden sprachen sich dafür aus, die Sache anzugehen. Die Studenten zeigten auch einige Fördermöglichkeiten auf, die es weiter zu erkunden gilt. Wenn es gute Aussichten und genug Unterstützung gibt, wird sich der Verein Perspektive Oderberg gern in engem Zusammenwirken mit der Bürgermeisterin für die Realisierung einsetzen.

200 Besucher beim Konzert des syrischen Lautenvirtuosen Farhan Sabbagh

20160306_154303Am Sonntag, den 6. März, war das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Gartenstraße von Oderberg voller Menschen, die sich im Saal, in den Gängen, in den Nebenräumen und selbst auf der Treppe sitzend ein besonderes Event nicht entgehen lassen wollten – das Konzert des syrischen Lautenvirtuosen Farhan Sabbagh. Mehr als 200 Besucher waren von den Klängen der arabischen Laute angetan und genossen trotz der Enge diese besondere Musik und spendeten reichlich Applaus. Die Hälfte der Besucher waren syrische Flüchtlinge, die in unserer Region eine Bleibe gefunden haben. Sie waren extra aus den Unterkünften in Wandlitz, Angermünde, Freienwalde, Eberswalde und Oderberg gekommen, um ihren Landsmann live zu erleben. Der gastgebende evanglische Pfarrer Johannes Reimer und die Sprecherin der Oderberger Willkommensinitiative Almut Berg begrüßten die Besucher und den Künstler Farhan Sabbagh sehr herzlich. Dieser ließ es sich nicht nehmen, seine Stücke selbst in arabisch und deutsch anzusagen.
Er lief in seiner Darbietung zu begeisternder Höchstform auf, wobei neben der arabischen Laute auch Rahmentrommeln zum Einsatz kamen, auf denen er von seinem Sohn Amir Sabbagh und seinem Schüler Christoph Hummel begleitet wurde. Unter den Zuhörern aus Fern und Nah entstand eine fröhliche Stimmung, die sich im Anschluss auch auf das Buffet übertrug, das sich trotz der Menschenmenge als geselliges Miteinander gestaltete. Das Buffet selbst war ein Gemeinschaftswerk der Veranstalter und der Besucher, wobei sowohl Kaffee, Tee und Kuchen als auch Hummus und arabische Süßspeisen und exotische Salate reichlich im Angebot waren, so dass für alle gesorgt war. Gleichzeitig ergab sich so für viele Menschen die Gelegenheit zu einem intensiven Austausch. Ein herzlicher Dank gilt nicht zuletzt den Organisatoren und den fleißigen Helfern, die alle Hände voll zu tun hatten.

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Vortrag zu Wölfen in unserer Region

WolfDie Einwanderung und Ausbreitung von Wölfen in unserer Region löst bei uns Menschen unterschiedliche Reaktionen aus. Während Naturfreunde die Ankunft des Raubtieres begrüßen, sind andere Bürger verunsichert, weil sie Schäden und Unheil befürchten.

Carina Vogel ist vom Landesumweltamt beauftragt, sich um das Thema Wölfe zu kümmern und insbesondere Landnutzer zu Schutzmaßnahmen zu beraten. Sie weiß bescheid über die Natur des Wolfes und konnte dies anhand von Fotos und Videosequenzen gut veranschaulichen. Sie informierte auch über die aktuellen Entwicklungen in Brandenburg und in unserer Region.

Sie berichtete von der Ausbreitung des Wolfes seit den 90-er Jahren.

Aktuelle Zahlen für Brandenburg: (werden nachgeliefert)20160304_202606 20160304_205346

Derzeit geht man davon aus, dass es in der Region Barnim-Uckermark-MOL noch keine Wolfsrudel gibt, wohl aber durchziehende Einzeltiere, die dann leider oft zum Verkehrsopfer werden.

Ca. 25 Gäste aus Oderberg und der Region nutzten am 4. März 2016 die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren.

 

Sternenmarkt am 5. Dezember – was für ein Fest!

Sternenmarkt in Oderberg – ein gelungenes Fest (PM)

Die Stadt war geschmückt wie lange nicht, Sterne an Weihnachtsbäumen, Lichterketten an den Straßenlaternen und freundliche Plakate kündigten ihn an, den Sternenmarkt am 5. Dezember in Oderberg. Und viele Menschen kamen, Oderberger und Neu-Oderberger,  Gäste aus Nah und Fern, Kinder und Erwachsene, Menschen und ein paar Tiere. Selbst Petrus spielte mit.Sequ1.Standbild059
Die lustige Weihnachtsfrau und der nur scheinbar grimmige Weihnachtsmann luden die Kinder zu Kutschfahrten ein. Junge Tänzer und Tänzerinnen vom Jugendclub und von den Countryladys sorgten in weihnachtlichen Kostümen für Begeisterung. Kinder Die Hortkinder hatten ein tolles Programm einstudiert und selbst die Kleinsten aus der KITA machten auf der Bühne eine gute Figur. Wie auch die fröhliche Moderatorin. Doch damit nicht genug. Gleich zu Beginn trat das neu gegründete Oderberger Gesangsquartett mit weihnachtlichen Liedern auf. Abgerundet wurde das musikalische Programm durch den stimmungsvollen Auftritt des Chors aus Lunow-Stolzenhagen in der Kirche. Im Laufe des Tages waren die Klänge kleiner und größerer Instrumente zu genießen – Geigen, Gitarre, E-Piano, Akkordeons und letztlich die Orgel der Nikolaikirche gingen zu Ohren und zu Herzen.Standbild004
Für das leibliche Wohl war vielfältig gesorgt, an den Marktständen gab es nicht nur Glühwein und Punsch, Waffeln und Bratwurst – Leckeres en masse. Im ehemaligen Fleischer wurde ein Eintags-Café eingerichtet, in dem freundliche Oderberger Frauen die Gäste mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee verwöhnten. Am Rathaus drehten Kinder und Erwachsene am Glücksrad. Hölzerne Weihnachtsengel wurden gebastelt, bunte Kindergesichter geschminkt, schon gelesene Bücher und besondere Kalender mit Oderberger Motiven verkauft.  Bei den Handwerkerinnen  konnten Seifen, Gefilztes, Gestricktes und Fellprodukte erworben werden. Die umliegenden Geschäfte blieben geöffnet und lockten mit Sonderangeboten. Und auch bei der Tombola gab es nur Gewinner.Sequ1.Standbild032 Sequ1.Standbild048
Fröhliche und zufriedene Gesichter bei Groß und Klein zeugten davon, dass dieser Sternenmarkt bei allen gut ankam. Herzlichen Dank an all die unermüdlichen Mitwirkenden im Vorder- und im Hintergrund! Dieses Fest war rundum gelungen!Sequ1.Standbild018

Erhalten wir uns diese Stimmung! Wir wünschen allseits ein frohes Weihnachtsfest und freuen uns mit Ihnen auf einen guten Start ins Jahr 2016. Möge dies – gerade auch für Oderberg – ein gutes Jahr werden!

Solveig Opfermann

Willkommensinitiative Oderberg – WIO

Engagement für Flüchtlinge

Wer etwas für die in Oderberg angekommenen Flüchtlinge – immerhin über 100 Menschen aus aller Welt – tun möchte, kann sich der Willkommensinitiative Oderberg -WIO anschließen. Mittlerweile engagieren sich hier über 20 Menschen aus der Stadt und den umgebenden Dörfern. Sprecher sind Dr. Almut Berg aus Lunow und Gerhard Popien aus Lüdersdorf. Die Perspektive Oderberg ist ebenfalls dabei. 

Viele von uns helfen konkret den Menschen im Asylbewerberheim und im Wohnverbund, z.B. durch Deutschunterricht, Fahrradreparatur und -bereitstellung, sozialen Kontakt zu Familien und rechtliche Beratung. Wir treffen uns jeden 2. Dienstag im Monat um 19 Uhr im Oderberger Fenster im Rathausgebäude am Markt. Dabei gibt es auch immer die neusten Informationen, sei es zur Rechtslage oder zu den aktuellen Zahlen – ganz konkret auch zu Oderberg.

Auch Sie und Du sind dazu herzlich willkommen!

 

 

Friedensfest am 3. Oktober

Etwa 150 Menschen aus Oderberg und Umgebung, Syrien, Tschad, Albanien, Serbien, Pakistan, Eritrea und der ganzen Welt fanden sich am 3.10. nachmittags auf dem Marktplatz zusammen. Ein wunderbares Fest in freundlicher Atmosphäre bei strahlendem Sonnenschein. Wir haben gezeigt, was in Oderberg möglich ist. Wir haben uns miteinander wohl gefühlt, sei es beim Essen, Trinken, Mosten, Tanzen, Musizieren, Sprechen, Malen. Die Kinder hatten ihre Freude an Luftballons und Spielzeug. Herzlichen Dank an alle Helfer, namentlich genannt seien Almut Berg und ihre Mitmusikanten, Gerhard Popien, Franz Grimm und Familie, Uschi Wetekamp, die Kirchengemeinde um Petra Schade, Familie Schwenn, Familie Thiede, Dirk Mundt, Familie Göcke, Angelika Gauert, der Museumsverein um Anke Marquardt und besonders zu erwähnen die Tänzer der Dance Crew vom Gewächshaus. Ihr wart alle super! H20151004_113414_resized20151003_160534_resizederzlichen Dank.

Filzen mit Frau Rüdiger

Am 21.August war es zum zweiten Mal so weit, die handwerklichen Fähigkeiten zu erproben. Die Oderbergerin Frau Rüdiger hatte sich bereit erklärt, uns das Handwerk des Filzens zu erklären und zu zeigen. Natürlich hatten alle Lust es gleich selbst auszuprobieren. Jeder versuchte sich an einer Blume mit viel Freude bei der Farbauswahl. Man macht solche Sachen viel zu wenig. Dabei kann man so schnell kleine Geschenke selber machen. Und im Anschluss waren die Hände super sauber. Schade, dass zu diesem kostenlosen Angebot nur so wenig Neugierige gekommen waren. Für die Anwesenden war es ein schöner Nachmittag und alle sind um eine kreative Idee reicher. Nochmals Dankeschön! Im Herbst wird es wieder einen Filztermin im Oderberger Fenster geben. (A. Gauert)

Syrische Flüchtlinge zu Gast

20150814_174458_resized 20150814_174514_resized 20150814_174543_resizedAm 14. August 2015 bekamen wir – in Begleitung von Almut Berg – Besuch von 9 Flüchtlingen aus Syrien und Eritrea, die zur Zeit in Oderberg untergebracht sind. Bei frischem Obst und Getränken entspann sich ein lebhafter Austausch – mit Händen und Füßen, englisch und deutsch. Die Syrer kommen zum Teil aus Damaskus, der altehrwürdigen Stadt, die derzeit in Schutt und Asche liegt. Einige warten noch auf die Genehmigung in Deutschland bleiben und arbeiten zu dürfen. Ihre Familien sind noch nicht wieder beisammen, sondern über verschiedene Bundesländer und EU-Staaten verteilt. Der Wunsch, deutsch zu lernen und hier zu arbeiten ist sehr groß. Die meisten haben eine Ausbildung, z.B. ist auch ein junger Arzt dabei. Wir möchten sie gern darin unterstützen, die deutsche Sprache zu lernen. Und werden das demnächst im Oderberger Fenster tun. Weitere Hilfe ist willkommen.

Kräuterapotheke vor der Haustür

20150814_160544Am 14. August ging es im Oderberger Fenster um Kräuter für das Wohlbefinden. Wie der Volksmund schon sagt, ist gegen alles ein Kraut gewachsen und tatsächlich scheint Mutter Natur für die verschiedensten gesundheitlichen Beschwerden ein Mittel parat zu haben. Und das Gute: es wächst vor der Haustür. Das Schlechte: Das Wissen ist heute oft verloren gegangen oder die Bedeutung der “Apotheke Gottes”, wie Maria Treben (Buchtipp) es schon nannte, wird klein geredet. Zu Unrecht! Hella Mehlhorn, seit einigen Jahren Oderbergerin, konnte viele Beispiele anführen, wie Blätter, Wurzeln, Auszüge oder Salben aus Pflanzen schnell und wirksam helfen. So zB ist die Ringelblumensalbe, die sie selber herstellt, ein zuverlässiges Mittel für die Haut- und Wundpflege, nicht nur bei Babys. JedeR kann selbst eigenverantwortlich für sein Wohlbefinden sorgen, sei es mit einem Tee oder einer Einreibung mit den Kräutern aus dem eigenen Garten. Hella Mehlhorn steht dafür gern mit Rat und Tat zur Verfügung.